Kunstwerke richtig aufhängen, platzieren, inszenieren, beschreiben?

Oh weh!

 

 

 

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Wie hoch sollte ein Kunstwerk hängen?
In Galerien und Museen werden Gemälde
oder Grafiken häufig 1,45 Meter über dem
Boden platziert.


Da fällt mir eine kleine Episode ein.

Vor einigen Jahren, Galerie Vorort OstRosa-Luxemburg-Straße 19/21 in Leipzig. Studenten stellen zum Thema schwarz / weiß aus.

Eine wortgewaltig Laudatorin positioniert sich kühn in Ihren Formulierungen als Sprach-, Ausdrucks- und Fremdwort-, Kunstwerk.
Dieses Laudatio-Kunstwerk schafft es spielend, die Galeriebesucher in mindesten drei Lager zu teilen.

1. Ich verstehe kein Wort.
2. Über die Hälfte der Worte kenne ich gar nicht.
3. Ich nicke langsam, wohlwollend, so als könne ich ihr selbstredend
folgen und mich sogar, zwar mit einigen Abstrichen, dem Gesagten anschließen.

Ein junger Mann neben mir wird mit der Zeit immer unruhiger. Lauscht und tippelt kaum merklich von einem Bein auf das andere.
Mach unendlich langen Minuten der rauschenden, tosenden Laudatio, alles für die Kunst, dreht er sich zu mir und flüstert ganz, ganz leise:

„Das ist meine Arbeit,
... habe ich noch nie darin gesehen,
beim Malen auch nicht gedacht und nicht gewollt.“

Beim anschließenden obligatorischen Häppchen naschen schwebenden die Besucher auf Zehenspitzen, Laudatio -Trunken durch die Galerieräume.

  

 Ist Kunst für uns mehr als Deko?
Viel mehr als Deko?
Oder ist Kunst eben die besondere Deko,
darf
aber auf keinen Fall Deko genannt werden.

 

 

 

 

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